Antibiotikaresistenz ist eine der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen des 21. Jahrhunderts, so Prof. Dr. Jaap van Dissel. Antibiotikaresistenz ist ein Phänomen, wobei sich Bakterien an Antibiotika anpassen und gegen diese resistent werden.
Erhöhtes Risiko für
die Pflegeheime
In Pflegeheimen besteht ein erhöhtes Infektions- und Kontaminationsrisiko mit resistenten Bakterien. In Pflegeheimen gibt es durch die tägliche Pflege viele Kontakte zu schutzbedürftigen Bewohnern. Das macht es relativ gesehen wahrscheinlicher, dass sich Infektionen ausbreiten. Es kommt sogar vor, dass in manchen Pflegeheimen bereits jeder dritte Bewohner Träger eines resistenten Bakteriums istlaut dem Regionaal Zorgnetwerk Antibioticaresistentie Utrecht).
Was ist Antibiotikaresistenz?
Wenn Bakterien wiederholt mit Antibiotika in Kontakt kommen, können sie Resistenzen entwickeln. Das passiert, wenn Bakterien mutieren, wodurch Antibiotika ihnen nichts mehr anhaben können. Diese resistenten Bakterien werden auch als multiresistente Erreger (MRE) bezeichnet.
Folgen von Antibiotikaresistenzen im Gesundheits- und Pflegebereich
1. Längere Krankheitsdauer
Infektionen, die früher mit Erstlinienantibiotika behandelt werden konnten, sind heute schwieriger zu heilen und erfordern komplexere und teurere Behandlungen.
2. Erhöhter Pflegebedarf und Arbeitsbelastung
Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen müssen immer öfter auf komplexere und kostspieligere Behandlungen setzen, was die Arbeitsbelastung sowie die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen insgesamt erhöht.
3. Erhöhtes Risiko für Komplikationen
Wenn Antibiotika nicht anschlagen, kann sich eine Infektion ausbreiten und sich verschlimmern. Das kann zu Komplikationen, Langzeiterkrankungen und in einigen Fällen zu dauerhaften Schäden an Organen oder Gewebe führen.
4. Anstieg der Todesfälle
In den schwersten Fällen kann eine Antibiotikaresistenz die Sterblichkeitsrate erhöhen. Bisher behandelbare Infektionen können so lebensbedrohlich werden, wenn die einst wirksamen Antibiotika nicht mehr wirken.
Zahlen zur Antibiotikaresistenz:
- Etwa 9600 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr an Antibiotikaresistenzen.
- Weltweit sterben jedes Jahr rund 700 000 Menschen an den Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen. Es wird geschätzt, dass bis 2050 rund 10 Millionen Menschen an den Folgen von Antibiotikaresistenzen sterben werden (MSD).MSD).
Antibiotikaresistenzen vorbeugen
Neben dem wiederholten und falschen Einsatz von Antibiotika ist mangelnde Hygiene indirekt eine Ursache für Antibiotikaresistenzen. Mangelnde Hygiene führt dazu, dass sich Krankheitserreger leichter ausbreiten, was zu mehr Infektionen und einem höheren Bedarf an Antibiotika führt. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, wobei ein vermehrter Einsatz von Antibiotika zu mehr resistenten Bakterien führt.
Um Antibiotikaresistenzen effektiv anzugehen, muss man Antibiotika nicht nur sorgfältig einsetzen. Die richtige Infektionsprävention und Hygiene spielen ebenfalls eine große Rolle. Eine Verbesserung der Hygiene in der eigenen Einrichtung kann die Ausbreitung von Infektionen verhindern und damit den Einsatz von Antibiotika reduzieren und Antibiotikaresistenzen eindämmen. antibioticaresistente terugdringen.
Mit dem Less2Care-Konzept verbessern Einrichtungen ihre Hygiene nicht nur erheblich, sondern tragen auch zu einer verstärkten Infektionsprävention bei. Indem wir kontaminiertes Inkontinenzmaterial und alle medizinischen Abfälle aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sicher und hygienisch sammeln, bringen wir diesen Bereich mit einem großen Schritt nach vorne. Obwohl es nicht die eine Wunderlösung ist, ist es sicherlich ein wichtiger Schritt hin zu einer gesünderen Zukunft und einer würdevollen Pflege.