Gute Hygiene ist bei hochwertiger Pflege Grundvoraussetzung. Gerade in der Altenpflege, wo die Bewohner oft nur über eine geschwächte Immunabwehr verfügen, spielt die Infektionsprävention eine wichtige Rolle in der täglichen Arbeit von Gesundheits- und Pflegefachkräften.
Gleichzeitig kommt es in der Praxis aber auf so viel mehr an als das Befolgen von Richtlinien. Die Arbeitsbelastung ist hoch, Situationen verändern sich ständig und Maßnahmen müssen schnell und praktikabel bleiben. Die Herausforderung besteht daher nicht darin, einfach die Regeln zu kennen, sondern die Arbeitsprozesse so zu gestalten, dass Hygiene in der täglichen Pflegearbeit logisch und praktikabel bleibt.
Die Hygiene-Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegebereich
In Pflegeheimen und Seniorenresidenzen arbeitet man tagtäglich mit größter Sorgfalt, um ein sicheres Wohnumfeld zu gewährleisten. Gesundheits- und Pflegefachkräfte sind sich der Risiken von Infektionen und Kreuzkontaminationen bewusst und handeln entsprechend.
Gleichzeitig kann die Umsetzung in der Arbeitspraxis komplex sein. Arbeitsschritte, die Abfall, Inkontinenzmaterial und Sanitäranlagen betreffen, benötigen Zeit, erfordern körperliche Anstrengung und bringen manchmal unangenehme Faktoren wie Geruchsbelästigung oder zusätzliche Laufwege mit sich. Das ist keine Ausnahme, sondern eher Alltag in vielen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen.
Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, sich nach besseren Arbeitsabläufen umzuschauen, die den Arbeitsalltag in Einrichtungen erleichtern.
Hygiene in der Altenpflege: mehr als nur Putzen
Für effektive Hygiene in der Altenpflege braucht es einen durchdachten, umfassenden Ansatz. Es geht nicht um einzelne Produkte für punktuelle Verbesserungen, sondern um ein zusammenhängendes System, das Prozesse vereinfacht und Risiken minimiert.
Wenn Prozesse logisch eingerichtet und Materialien am richtigen Ort zur Hand sind, kann man Hygienemaßnahmen deutlich einfacher einhalten. Dabei entsteht keine Mehrarbeit. Im Gegenteil: Insgesamt wird es einfacher, alles von Anfang an direkt richtig zu machen.
Beispiele:
- Händehygiene an Orten, an denen es wirklich wichtig ist, mit integrierter Handdesinfektionsmittelpumpe am Sammelwagen
- Effiziente Sammelstellen für Abfall und Wäsche,ausgestattet mit konfigurierbaren Iso-Safe-Serienkombinationen (modulare Sammelwagen zur getrennten Sammlung von Abfall und Wäsche)
- Reduzierung unnötiger Schritte und Laufwege,z. B. manuelles Transportieren von Material zu einem Steckbeckenspüler, Fäkalienzerkleinerer oder Abfallbeutel
Handhygiene: selbstverständlich, aber nicht immer ein Kinderspiel
Die Händehygiene ist einer der wichtigsten Bestandteile bei der Infektionsprävention und bildet die Grundlage für sicheres Arbeiten. In der Praxis kommt es jedoch nicht nur darauf an, zu wissen, wann die Hände zu desinfizieren sind; vielmehr muss Desinfektionsmittel niederschwellig verfügbar sein.
Wenn Desinfektionsmittel an praktischen Stellen im Arbeitsprozess verfügbar ist, wird es einfacher, die Händehygiene konsequent umzusetzen. Das macht es nicht zu einem zusätzlichen Schritt, sondern integriert es natürlich in den Arbeitsalltag.
Auf Stationen, auf denen ein Sammelwagen, wie der Iso-Safe, mit einer manuellen Desinfektionspumpe ausgestattet ist, ist das der Fall. Die Händehygiene schließt sich nahtlos an den jeweiligen Arbeitsschritt an – ganz ohne zusätzliche Laufwege oder Unterbrechungen. Das erleichtert die konsequente Umsetzung, auch wenn gerade sehr viel zu tun ist.
Hygienisches Sammeln von Inkontinenzmaterial, Bettpfannen, Urinflaschen und anderem medizinischem Verbrauchsmaterial
Die Sammlung von Inkontinenzmaterial, Bettpfannen, Urinflaschen und anderen medizinischen Verbrauchsmaterialien ist Pflegealltag. Das wirkt sich unmittelbar auf die Hygiene, aber auch auf die Erfahrung in der Einrichtung aus.
Offene Systeme und Ansätze, wie die Verwendung von Steckbeckenspülern und Fäkalienzerkleinerern, die Entsorgung von Inkontinenzmaterial über die Toilette, der Transport von Material in andere Räume und die Arbeit mit Standard-Müllbeuteln, können Folgen haben:
- Geruchsbelästigung
- Zusätzliche Arbeitsschritte
- Erhöhte Gefahr des Kontakts mit potenziell kontaminiertem Material
- Verschüttungen und Lecks
Durch eine Optimierung der Arbeitsprozesse rund um das Sammeln von Inkontinenzmaterial, Bettpfannen, Urinflaschen und anderem medizinischen Material, beispielsweise durch das hygienische Sammeln von Material direkt an der Quelle, kann man diese Punkte effektiv angehen.
Im Arbeitsalltag bedeutet dies, dass gebrauchtes Inkontinenzmaterial, Bettpfannen und Urinflaschen nicht mehr offen transportiert werden und nicht mehr in Standardmüllsäcken gesammelt, sondern direkt an der Quelle gesammelt und versiegelt werden.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Dieser Prozess besteht aus drei klaren Schritten:
- Iso-Pads – Sammeln an der Quelle
Iso-Pads sind hygienische Sammelbeutel, die in die Bettpfanne oder die Urinflasche gelegt werden. Flüssigkeiten werden direkt aufgefangen und in ein Gel umgewandelt. Das verhindert Verschütten und Auslaufen von Körperflüssigkeiten und mindert die Ausbreitung von Bakterien, Viren und Gerüchen sofort.
- Iso-Safe mit Iso-Bag – geschlossen sammeln und transportieren
Gebrauchtes Inkontinenzmaterial, Bettpfannen, Urinflaschen und anderes Pflegematerial werden im Iso-Bag, einem luftdichten Sammelbeutel, gesammelt. Dieser wird in den Iso-Safe Sammelwagen gegeben, sodass das Material geschlossen und hygienisch gesammelt und transportiert werden kann. Das verhindert den Kontakt mit potenziell kontaminiertem Material, reduziert Geruchsbelästigung und schafft einen kontrollierten und luftdichten Prozess.
Der Iso-Safe kann mit einer integrierten Händedesinfektionspumpe ausgestattet werden, sodass die Händehygiene direkt nach einem Arbeitsschritt erfolgen kann.
- Iso-Air – Hygiene durch luftdichte Abdichtung gewährleisten
Der Iso-Air vakuumiert den gefüllten Iso-Bag-Vakuumbeutel und sorgt dafür, dass das Material vollständig geschlossen ist. Die abgesaugte Luft wird dabei mit einem Bakterien- und Geruchsfilter gefiltert, sodass die ausgeblasene Luft zu 100 % sauber ist. Damit lässt sich dieser Arbeitsschritt hygienisch und sicher abschließen.
Da das Material während des gesamten Prozesses geschlossen bleibt, fördern Sie die Infektionsprävention: Der Kontakt mit potenziell kontaminiertem Material ist begrenzt, es entstehen weniger Gerüche und es sind weniger Arbeitsschritte erforderlich. Der Prozess integriert sich so viel besser in den Arbeitsalltag und macht hygienisches Arbeiten in der Praxis noch einfacher.
Die Vorteile eines soliden Hygieneprozesses im Gesundheits- und Pflegebereich
Wenn Hygieneprozesse richtig ausgestaltet und in den Arbeitsalltag integriert sind, hat das positive Auswirkungen auf mehrere Aspekte in der Einrichtung. Und das nicht aufgrund von Mehrarbeit, sondern weil die Arbeit einfacher von der Hand geht.
Die Auswirkungen lassen sich auf verschiedenen Ebenen beobachten:
- Verbesserte Sicherheit: Indem Hygiene zu einem integralen Bestandteil des Arbeitsprozesses wird, wird das Risiko von Infektionen und Kreuzkontaminationen reduziert. Das trägt zu einer sicheren Wohn- und Arbeitsumgebung für Bewohner und Mitarbeiter bei.
- Mehr Wohnkomfort: Eine saubere und reine Wohnumgebung mit weniger Geruchsbelastung fördert das Wohlbefinden der Bewohner, schafft ein würdevolles Wohnumfeld und sorgt für eine angenehme Umgebung für die Besucher.
- Geringerer Arbeitsdruck: Wenn einzelne Schritte vereinfacht und besser auf die alltägliche Arbeit abgestimmt werden, braucht es weniger Zeit und Anstrengung. Somit bleibt mehr Zeit für die Pflege selbst.
- Effizienteres Arbeiten: Indem Prozesse und Materialströme durchdachter gestaltet werden, wird die Arbeit in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen übersichtlicher und effizienter.
Eine sichere und effiziente Gesundheits- und Pflegeeinrichtung dank intelligenter Hygieneprozesse
Ein gut durchdachter Hygieneansatz fördert ein Umfeld, in dem sich die Bewohner wohlfühlen und die Mitarbeiter ihre Arbeit gut verrichten können. Dabei sollen keine zusätzlichen Schritte dazukommen, vielmehr sollen vorhandene Prozesse vereinfacht werden.
Indem man genau schaut, was es im Arbeitsalltag braucht, schafft man eine Methode, die sowohl sicher als auch effizient ist. Das macht Hygiene nicht zu einem eigenen Aspekt, sondern zu einem integrierten und selbstverständlichen Bestandteil des Pflegealltags.
Gemeinsam an einer passenden Lösung arbeiten
Bei der Verbesserung der Hygiene in der Altenpflege kommt es nicht darauf an, zusätzliche Arbeitsschritte hinzuzufügen, sondern bestehende Prozesse intelligenter zu gestalten. Wenn man sich anschaut, wie die Arbeit in der Einrichtung tatsächlich erledigt wird, können Lösungen entstehen, die sich besser in den Arbeitsalltag integrieren.
Immer mehr Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen richten ihre Hygieneprozesse genau so ein. Mehr als 2000 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen arbeiten bereits mit dem Less2Care-Konzept, gerade weil es sich prima in den Arbeitsalltag integrieren lässt, ohne dabei zusätzliche Schritte notwendig zu machen.
Möchten Sie herausfinden, wie das in Ihrer Einrichtung aussehen könnte? Gerne überlegen wir gemeinsam mit Ihnen, wie ein entsprechender Prozess aussehen könnte, der Hygienerichtlinien beachtet und sich perfekt in den Arbeitsalltag Ihrer Einrichtung integriert.