Ein Bericht der niederländischen Gesundheitsbehörde zeigt, dass Medikamente und Chemikalien überall im Gesundheits- und Pflegebereich die größte Ursache für Emissionen sind. Bei Medikamenten und Chemikalien gibt es in Sachen Nachhaltigkeit noch viel zu tun. So ist es beispielsweise möglich, Arzneimittelrückstände im Gesundheits- und Pflegebereich im Oberflächenwasser zu reduzieren.
Ein wachsendes Problem
Durch Stuhl, Urin und durch das Runterspülen von Medikamenten gelangen Arzneimittelrückstände ins Abwasser. Jährlich landen etwa mehrere Tausend Tonnen Arzneimittelrückstände in Deutschland in der Kanalisation. Davon können die Kläranlagen einen großen Teil nicht richtig herausfiltern. Diese Arzneimittelrückstände gelangen daher nach der Reinigung ins Oberflächenwasser. Das hat Konsequenzen für die Wasserqualität und die Umwelt.
Dieses Problem wird sich in Zukunft noch verschärfen, so Jan Peter van der Hoek, Professor für Trinkwasserversorgung an der TU Delft. „Aufgrund der alternden Bevölkerung und der weiteren Medikalisierung der Gesellschaft werden wir alle immer mehr Medikamente einnehmen. Außerdem erhöht der Klimawandel das Risiko längerer Dürreperioden und niedriger Wasserstände. Dadurch kann die Konzentration dieser Arzneimittelrückstände im Oberflächenwasser erheblich ansteigen.“ Angesichts dieser wachsenden Herausforderung kommt es jetzt darauf an, konkrete Schritte zu unternehmen, um Arzneimittelrückstände im Oberflächenwasser zu reduzieren.
Steckbeckenspüler und Fäkalienzerkleinerer passen nicht mehr zu einer nachhaltigen Zukunft
Untersuchungen zeigen, dass das Abwasser von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aufgrund des hohen Medikamenteneinsatzes höhere Konzentrationen an Arzneimittelrückständen aufweist als häusliches Abwasser.
Eine der Ursachen für Arzneimittelrückstände aus Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Oberflächenwasser sind Steckbeckenspüler und Fäkalienzerkleinerer. Diese Systeme sind ein wesentlicher Grund für Arzneimittelrückstände und Chemikalien im Abwasser und verbrauchen zudem viel sauberes Trinkwasser und Energie. Pro Spülgang verbraucht ein Steckbeckenspüler durchschnittlich 25 Liter sauberes Trinkwasser und ein Fäkalienzerkleinerer etwa 10 Liter.
Der beste Weg, Arzneimittelrückstände und Chemikalien im Oberflächenwasser zu reduzieren, besteht darin, das Problem an der Wurzel anzugehen: Inhalte von Bettpfannen/Urinflaschen und Nierenschalen mit Inkontinenzmaterial und anderen medizinischen Abfällen mit Arzneimittelrückständen nicht mehr mit Chemikalien in die Kanalisation leiten. Für die herkömmlichen Fäkalienzerkleinerer gibt es heutzutage viel nachhaltigere Lösungen.
Es geht auch anders
Mit dem Less2Care-Konzept muss der Inhalt einer Bettpfanne/Urinflasche oder Nierenschale mit Inkontinenzmaterial nicht mehr zerkleinert und weggespült werden. Sämtliche Inkontinenzmaterialien, Bettpfannen, Urinflaschen sowie andere medizinische Abfälle können effizient in Iso-Bag-Vakuumbeuteln gesammelt werden. Der Iso-Bag wird dann vakuumiert und ist 100 % sicher isoliert. So können die medizinischen Abfälle hygienisch und umweltfreundlich entsorgt werden. Damit braucht es keine Steckbeckenspüler oder Fäkalienzerkleinerer mehr.
Zusammen mit all unseren Kunden in den Niederlanden haben wir mit diesem Konzept im Jahr 2023 mehr als 4 500 000 Liter sauberes Trinkwasser eingespart. Zur Veranschaulichung: Das entspricht 76 000 Mal duschen oder 115 vollen Tankwagen. Zuvor wurde dieses Wasser mit Arzneimittelrückständen und Chemikalien kontaminiert – mit allen negativen Folgen für Umwelt und Natur.
Wussten Sie das schon? Mit dem Less2Care Recover-Programm können wir bis zu 2.000 € Eintauschwert für Steckbeckenspüler und Fäkalienzerkleinerer gewähren.
Es braucht positive Veränderung
Arzneimittelrückstände und Chemikalien sind die größten Emissionen im Gesundheits- und Pflegebereich. Wenn Pflegeheime sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen keine umweltschädlichen Steckbeckenspüler und Fäkalienzerkleinerer mehr verwenden und indem wir uns für nachhaltige Lösungen wie Less2Care entscheiden, können wir den Gesundheits- und Pflegebereich gemeinsam umweltfreundlicher gestalten.
Schon mehr als 1000 Pflegeeinrichtungen nutzen unser Konzept. Das Konzept ist die Lösung für zahlreiche unterschiedliche Herausforderungen in der Altenpflege. Nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit, sondern auch, was Hygiene, Geruchsbelästigung, hohen Arbeitsdruck und steigende Kosten angeht.